Der kleine Albert

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Ole Lund Kirkegaard

Der kleine Albert ist ein Lausebengel wie er im Buche steht. Nichts als Unsinn hat er im Kopf. Und dabei eigentlich gar keine böse Absicht. Er ist einfach wissbegierig und möchte allen Dingen auf den Grund gehen und natürlich Abenteuer erleben. So erstaunt es nicht, dass er eines Tages in ein leeres Fass sitzt und sich darin den Bach hinunter treiben lässt. Als er vom grossen Rapollo, dem  besten Taschendieb der Welt entführt wird, ist er überglücklich. Doch Albert ist natürlich schlauer als Rapollo und seine Helfershelfer und überlistet ihn.

Kinder identifizieren sich unglaublich schnell mit Albert. In seinem Wesen und seine Träumen ähnelt er wohl den meisten Kindern. Denn wer wollte nicht einmal Pirat werden oder Forscher oder einfach mit einem Pferdewagen und einem Papagei durch die Welt ziehen.

Ich habe alle erschienenen Bücher meinen eigenen Kindern vorgelesen. Es hat uns allen unglaublich Spass gemacht und die Figuren kamen auch in unserem Familienalltag immer wieder zur Sprache. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn leicht ins Schweizerdeutsch übersetzen kann. Die Bilder sind grossartig. Meist gibt es in jedem Kapitel ein farbiges Bild und dieses unterstützt das Verständnis der Geschichten und nährt die Phantasie der Zuhörer.

978-3-96177-014-4

Fr. 14.90

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Orla Froschfresser

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Ole Lund Kirkegaard

Der Autor erzählt aus der Perspektive eines kleinen Jungen, wie hart das Leben in einer kleinen Stadt sein kann. Besonders weil die grossen Jung einem ständig ärgern. Am schlimmsten ist Orla. Orla ist so schrecklich, dass er sogar einmal einen Frosch bei lebendigen Leib gegessen hat- so sagt man sich. Die ganze Geschichte über ist der Erzähler auf der Flucht vor Orla. Ob und wie er ihn am Ende los wird, ist der Höhepunkt der Geschichte. Aber eines sei gesagt: „Es ist schlimm, so klein zu sein wie wir.“

Ich habe alle erschienenen Bücher meinen eigenen Kindern vorgelesen. Es hat uns allen unglaublich Spass gemacht und die Figuren kamen auch in unserem Familienalltag immer wieder zur Sprache. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn leicht ins Schweizerdeutsch übersetzen kann. Die Bilder sind grossartig. Meist gibt es in jedem Kapitel ein farbiges Bild und dieses unterstützt das Verständnis der Geschichten und nährt die Phantasie der Zuhörer.

978-3-96177-013-7

Fr. 14.90

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Otto ist ein Nashorn

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Ole Lund Kirkegaard

Topper und Viggo sind echte Freunde. Sie erleben so allerhand. Doch als Topper am Hafen einen Zauberbleistift findet, geht es richtig los. Er zeichnet ein Nashorn auf seine Zimmerwand und dieses wird kurzerhand lebendig. Doch wie schaffen es kleine Jungs genügend Futter für so ein grosses Tier in den zweiten Stock zu bringen? Was passiert mit den restlichen Bewohnern des grossen roten Hauses? Kapitel für Kapitel nimmt die Geschichte ihren Lauf. Da ist der Hausmeister, der Polizist, die Feuerwehr, der Bäcker, Viggos Vater, ein unheimlicher Schatten in der Nacht, die schwerhörige Frau Flora und natürlich auch Toppers Freundin Sille. Der ganz normale, wahnsinnig, lustige Alltag von zwei Jungs.

Ich habe alle erschienenen Bücher meinen eigenen Kindern vorgelesen. Es hat uns allen unglaublich Spass gemacht und die Figuren kamen auch in unserem Familienalltag immer wieder zur Sprache. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn leicht ins Schweizerdeutsch übersetzen kann. Die Bilder sind grossartig. Meist gibt es in jedem Kapitel ein farbiges Bild und dieses unterstützt das Verständnis der Geschichten und nährt die Phantasie der Zuhörer. Dieser Band hat uns besonders fasziniert und am Ende wollten alle meine Kinder einen Zauberbleistift…

978-3-96177-015-1

Fr. 14.90

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Der kleine Virgil

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Ole Lund Kirkegaard

Der kleine Virgil wohnt in einem kleinen Städtchen in einem Hühnerhaus. Er erlebt mit seinen Freunden Oskar und Carl Emil allerlei Abenteuer. Sie jagen gemeinsam Drachen, suchen Schätze, bauen Virgils Hühnerhaus aus.

Wie in allen bei WooW Books erschienenen Geschichten von Ole Lund Kirkegaard besticht auch „Der kleine Virgil“ durch ein unglaubliche Nähe zur Kinderwelt. Die Wortwahl, die Perspektive, die Gefühle, alles scheint direkt von einem Kind für die Kinder geschrieben worden zu sein. Die Abenteuer sind nicht komplex oder tiefgründig, keiner versucht krampfhaft eine Moral in das Buch zu verpacken. Es ist schlicht das Leben einer Gruppe Kinder, die noch ganz Kind sein können. Da ist Platz für Freiheit, Phantasie und Träumerei und die Erwachsenen spielen lediglich eine Nebenrolle.

Ich habe alle erschienenen Bücher meinen eigenen Kindern vorgelesen. Es hat uns allen unglaublich Spass gemacht und die Figuren kamen auch in unserem Familienalltag immer wieder zur Sprache. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn leicht ins Schweizerdeutsch übersetzen kann. Die Bilder sind grossartig. Meist gibt es in jedem Kapitel ein farbiges Bild und dieses unterstützt das Verständnis der Geschichten und nährt die Phantasie der Zuhörer.

978-3-96177-012-0

Fr. 14.90

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Morgen geht’s los, sagt der Mumpf

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Annette Herzog, Ingrid & Dieter Schubert

Nach dem ersten Band Frühling mit Freund folg mit dieser Geschichte nun der Fortsetzung des freundschaftlichen Abenteuers des Mumpf mit seinem Freund, der Schneeeule.

In wunderschöner Sprache erzählt Annette Herzog aus dem Alltag des Mumpf. Sie beschreibt die Natur und alle ihre Facette in ganz einfachen Worten und doch so detailliert, dass man die Blumen beinahe riechen kann. Damit erschafft sie für den Zuhörer und Leser eine Welt. Die Hauptrolle darin spielt der Mumpf. Er ist so unglücklich und vermisst die Schneeeule unsagbar. Die anderen Tiere aus seiner Nachbarschaft wollen ihm helfen. Aber es nützt alles nichts, die Sehnsucht bleibt. Er beginnt Briefe zu schreiben, doch nie kommt eine Antwort. Als der Mumpf herausfindet, dass der Briefkasten gar nicht geleert wird, macht er sich selbst auf den Weg um die Briefe zu überbringen.

Dieses Geschichte erzählt vom Abenteuer des Lebens. Jedes Kind, ja auch Erwachsene kennen die Gefühle von Angst, Verlust, Sehnsucht, welche einem erfassen, wenn ein Freund plötzlich ganz weit weg ist. Mumpf und Schneeeule und ihre Freunde zeige auf, wie man auch die schwierigste Situation meistern kann, dass nicht immer alles so einfach ist, wie man auf den ersten Blick denkt und dass Freundschaft jede Mühe wert ist.

Die Bilder unterstützen die Geschichte grossartig und lassen trotzdem viel Raum um seine eigene Phantasie spielen zu lassen.

Ein tolles Vorlesebuch, mit Akteuren, die einem sofort ans Herz wachsen.

 

978-3-89565-358-2

Fr. 21.90

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Komm nur herein!

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Max Bolliger
Lihie Jacob

In einem Märchenhaus wohnt eine Fee, die kann ganz wunderbar Geschichten erzählen. Bei ihr wohnt eine kleine Maus. Doch eines Tages tauchen Fremde auf. Zuerst eine Katze, später ein Hund. Auch sie wollen ins Märchenhaus, auch sie wollen Geschichten hören. Doch die Maus findet das gar nicht gut. Sie fürchtet sich und nagt die Kommode an. Mit Hilfe der Guten Fee freunden sich die drei an und am Ende hofft die kleine Maus sehr, dass die Besucher morgen wieder kommen.

Diese schöne Geschichte über die Angst vor Fremdem und Neuem wurde von Lihie Jacob einzigartig illustriert. (Auch von ihr ist das Buch ZiegenHundeKrähenMama.) Besonders gut gefällt mir, wie sie einfach und flächig malt und den Bilder durch Ornamente und Muster eine ganz eigene Dynamik.

Diese Geschichte ist so einfach und verständlich und regt doch zu vielen Gedanken an. Sie bietet eine gute Grundlage für Gespräche und um mit Kinder zu philosophieren.

978-3-7152-0728-5

Fr. 24.90

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Alle in den Garten!

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Emma Lidia Squillari

Ernesto ist ein älterer Herr und Bertram sein alter Hund. Beide wohnen in einem kleinen Haus am Stadtrand und ihr Garten ist der allerschönste weit und breit. Aber der Garten gefällt nicht nur den beiden Bewohnern. Auch viele Tiere aus der Umgebung kommen in den Garten und werden immer frecher. Sie essen vom Salat, knicken Zweige ab, nagen das Gemüse an. Als Ernesto und Bertram die ungebetenen Gäste erwischen, verjagen sie sie lautstark. Am nächsten Morgen räumen die zwei den Garten wieder auf. Nach und nach wächst alles, viel zu viel um alles alleine zu essen. Doch es kommen keine Besucher mehr in den Garten. Nicht mal mehr die Vögel pfeifen. Zum Glück hat Ernesto eine Idee.

Die schönen Bilder aus dem Garten mit all den Gemüsesorten, Salaten und Früchten lässt nicht nur die Herzen von Garten-Freunden höher schlagen. Emma Lidia Squillari gelingt es ausgesprochen gut, die Emotionen von Mensch und Tier auf dem Papier festzuhalten. Man fühlt mit Ernesto und seinem Hund, aber auch mit den Tieren im Garten. Es ist schon beinahe ein Wimmelbuch, so viele Tiere und Pflanzen kann man auf den Seiten entdecken und benennen.
Der Text ist angenehm geschrieben und passt sich gut in die Illustrationen ein. Kinder können der Geschichte aber auch nur anhand der Bilder wunderbar folgen.

978-3-7152-0726-1

Fr. 24.90

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Ein Jahr auf dem Land

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Magdalena Kozieł- Nowak

Wer die Werke der Illustratorin betrachtet, der sieht sofort, dass Magdalena Kozieł- Nowak Farben liebt. Ihre Bilder fliessen förmlich über. Sich auf den Bildern zu orientieren ist nicht ganz einfach, macht aber einen riesen Spass! Im Buchumschlag von Ein Jahr auf dem Land stehen zu den einzelnen Akteuren kurze Zusammenfassungen, welche den Fokus auf die Bilder verändert. Der Betrachter begegnet auf jeder Doppelseite der selben Szenerie: ein Bauernhof mit all seinen ganz unterschiedlichen Bewohnern. Aber mit jedem mal umblättern wandelt sich die Situation um einen Monat. So verändert sich der Hof, die Tiere und Pflanzen im Laufe der Jahreszeiten immer weiter. Dieses Buch wird man niemals zweimal auf die gleiche Weise betrachten. Dafür gibt es viel zu viel zu sehen und zu entdecken. Es lassen sich eigene Geschichten ausdenken, aber auch Naturphänomene nachvollziehen.

Ein so ganz und gar nicht gewöhnliches Wimmelbuch!

Blick ins Buch… 

978-3-8458-2592-2

Fr. 24.90

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Eine Vogelhochzeit

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Hendrik Jonas

Bald beginnt der Frühling und die Vögel machen sich auf die Suche nach einem Partner. So passiert es auch im Buch Eine Vogelhochzeit. Jeder Vogelherr findet seine Braut. Nur ein kleiner Vogel konnte sich nicht an sein Hochzeitslied erinnern. Weil er aber trotzdem eine Frau möchte, öffnet er seinen Schnabel und gibt sein Bestes. Er lockt alle möglichen Tiere an: einen Hund, eine Katze, ein Schwein, eine Kuh, … und viele mehr. Alle versuchen am Ende dem kleinen Vogel zu helfen, doch sie haben keine Idee mehr. Da hören sie ein ohrenbetäubendes: Arööööt!

Hendrik Jonas denkt sich die Geschichten für seine Bilderbücher selbst aus und das macht er ausgezeichnet. Bilder und Text verschmelzen und animieren zum mitsingen der Hochzeitslieder. Die Tiere sind unterhaltsam dargestellt: die Kuh kann auf Bäume klettern, die Katze hängt wie ein Faultier am Zweig, der Esel räkelt sich auf einem Ast. Jonas nutzt alte Buch- und Heftseiten als Malgrund und lässt die Schrift teilweise durch die Farbe durchschimmern. Die Kombination von unterschiedlichen Mal- und Zeichentechniken ist sehr gelungen und macht Lust auf mehr. Weitere spannende Eindrücke kann man auch direkt auf der Homepage von Hendrik Jonas sammeln.

978-3-86429-403-7

Fr. 21.90

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Wir zwei gehören zusammen

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Illustrationen: Joëlle Tourlonias
Text: Michael Engler

Als der kleine Hase und der kleine Igel sich treffen, merken sie bald, dass sie ganz verschieden sind. Doch genau die Gegensätze sind es, welche sie aneinander mögen. Dem Hasen gefallen die Stacheln, dem Igel das glatte Fell. Und so werden sie die besten Freunde. Sie lernen, essen, spielen, träumen zusammen und geniessen den Frühling, Sommer und den Herbst. Doch dann wird alles anders. Der Igel muss den Hasen verlassen. Er weiss nicht warum, aber er spürt es tief in sich. Den ganzen Winter über sehnt sich der Hase nach seinem Freund. Doch er bleibt nicht untätig. Er tut alles, damit sie sich im nächsten Winter nicht wieder trennen müssen.

Diese feinfühlige Geschichte macht Mut, dass auch aus den grössten Gegensätze einzigartige Freundschaften entstehen können. Was Kinder intuitiv wissen, wird dem erwachsenen Betrachter wieder in Erinnerung gerufen. Der Autor sagt dazu: „Geschichten über sehr gleiche Paare sind doch meist recht langweilig, oder? Ungleiche Paare sind ungleich interessanter. Die Kinder, denen ich das Buch vorlese, verstehen das sehr gut: Man kann sich wunderbar mit jemandem anfreunden, der vollkommen anders und vielleicht sogar ganz fremd ist.“
Die Illustratorin fängt Natur und Jahreszeiten sorgfältig ein und schafft einen wunderbaren Lebensraum für die beiden Freunde. Die Zeichnungen sind leicht verniedlicht, ohne dabei jedoch zu übertreiben. Die Stimmungen und Jahreszeiten werden durch die entsprechende Farbwahl widerspiegelt.

In der Zwischenzeit ist auch zweiter Band über die beiden Freunde erschienen.

Blick ins Buch…

978-3-8339-0371-7

Fr. 21.90

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Wir zwei sind Freunde fürs Leben

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Illustrationen: Joëlle Tourlonias
Text: Michael Engler

Nach dem erfolgreichen ersten Band Wir zwei gehören zusammen geht die Geschichte von Hase und Igel nun weiter. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt. Sie lernen ein Eichhörnchen kennen und das ist dem Hasen ein bisschen ähnliches als der Igel. Als der Hase plötzlich nicht mehr nach Hause kommt, macht sich der Igel zuerst Sorgen, dann wird er wütend. Der Leser erlebt alle Gefühlslagen des kleinen Igels mit und man erinnert sich sehr leicht an ähnliche Situationen im eigenen Leben. Wie schnell fühlt man sich veranlasst an einer Freundschaft zu zweifeln. Umso schöner, wenn am Ende alles ganz anders ist, als man gedacht hat!

Blick ins Buch…

978-3-8339-0701-2

Fr. 19.90

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Kommst du raus spielen?

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Rob Hodgson

Das Cover zeigt die Ausgangslage. Da ist ein Tier mit grossen Augen in der Höhle. Es verlässt die Höhle niemals, denn vor der Höhle wartet der Wolf. Dieser hat Hunger und möchte das Tier unbedingt überzeugen, die Höhle zu verlassen. Es lockt ihn mit allerlei, doch das geheimnisvolle Tier bleibt hart. Erst ein Donut ist Versuchung genug. Und an dieser Stelle verändert sich alles. Warum am Ende der Wolf in der Höhle sitzt und sich fürchtet, das überrascht und bringt den Betrachter zum Schmunzeln.

Kommst du raus spielen? ist das erste Bilderbuch des jungen Engländers und ich finde es rundum gelungen. Nebst der eigentlichen Geschichte versteckt sich ein Wurm auf fast jeder Seite des Bilderbuches und erlebt sein ganz eigenes Abenteuer.
Die Gefühlslage des Wolfes lässt sich herrlich an der Position der Augenbrauen ablesen und Kinder bereitet es viel Vergnügen, die Gesichter nachzustellen. Die Collagen sind fabenfroh und ausdrucksstark. Der Text dank grosser, klarer Schrift und einfachen Sätzen auch für Leseanfänger gut verständlich.

Im Buch blättern…

978-3-8458-2295-2

Fr. 19.90

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Zwei für mich, einer für dich

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Jörg Mühle

Teilen ist nicht einfach und will gelernt sein. Bär und Wiesel zeigen, dass man auch nach einmal teilen noch kein Profi ist und jede Situation aufs neue eine Herausforderung sein kann. Der Bär findet drei Pilze und bringt diese nach Hause. Das Wiesel bereitet sie zu und gemeinsam wollen die Freunde essen. Doch wer bekommt nun wie viele Pilze und wieso? Die Diskussion beginnt. Bär und Wiesel argumentieren nach allen Regeln der Kunst. Am Ende verlieren sie beide oder nicht? Und wie sollen nun die drei Walderdbeeren geteilt werden?

Was Jörg Mühle hier zu Papier gebracht hat, bringt jeden zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Die Geschichte ist so treffend gezeichnet und der Text könnte ein direkter Mitschnitt sein aus der letzten Pause, dem Mittagessen oder vom Kindergeburtstag. Es ist nicht zu übersehen und zu überlesen, dass der Autor und Illustrator selbst eine  Tochter hat und weiss, wie solche Situationen sich entwickeln. Mit klaren Farbstiftstrichen fängt er die Mimik und Gestik der Kontrahenten ein und ergänzt sie mit wenigen Möbeln und Accessoires: ein berühmter Kinderstuhl, eine karierte Tischdecke, ein Bild, ein Schirm. Zusammen mit den Baumstämmen und dem Laub am Boden entsteht das perfekte Bühnenbild.

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978-3-89565-357-5

Fr. 18.90

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Ist da ein Freund?

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Charlotte Gastaut

Dieses Buch ist Zauberei! Ich liebe Bücher und wehre mich mit Händen und Füssen gegen eReader. Aber was dieses Buch in Kombination mit der App „App Geschichten“ kann, das ist unglaublich.

Das Buch an sich ist auf den ersten Blick unspektakulär. Schlichte Zeichnungen, welche ein kleines Wesen zeigen (wie es auch auf dem Umschlag zu sehen ist), ergänzt durch wenige einfache Skizzen. Doch hält man das Tablet oder Smartphone vor das Buch, dann beginnt es zu leben. Bunte Vögel fliegen ins Bild, Blumen erblühen, Blätter spriessen, Fische tauchen auf und so weiter. Alles wird untermalt von Klängen und lässt sich durch den Betrachter mit Hilfe von Wischbewegungen und Tippen beeinflussen. Dieses Buch fasziniert Jung und Alt. Es ist einfach und doch so poetisch- phantastisch!

978-3-95728-081-7

Fr. 29.90

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Alles unter Wasser

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Anna Aparicio Català

In einem kleinen Dorf interessierte sich kein Bewohner für das Leben der Anderen. Jeder ging seiner Wege. Bis es eines Tages zu regnen begann und das Dorf nach und nach in den Fluten versank. Als der Hase den Regen eines Tages probierte, war das Wasser salzig. Er rief die Dorfbewohner zusammen und gemeinsam machte man sich auf die Suche nach der Ursache. Gemeinsam mussten sie vor Geistern und dunklen Schattenwesen fliehen, Hindernisse überwinden und entdeckten am Schluss, woher der Tränen-Regen kam. Sie fanden den „Kleinen“- und mehr sei nicht verraten.

Dieses so simple Buch über Freundschaft, Teamgeist, Trennungsschmerz und neue Hoffnung ist berührend. Ohne viele Worte aber mit sehr aussagekräftigen Bildern wird die Geschichte leicht verständlich und bietet Raum für Gespräche und Phantasien. Die Illustrationen sind überzeichnet, wie Kinder das oft machen. Der Regen ist so stark, dass er das Bild fast überdeckt, die Erkennungsmerkmale der einzelnen Tiere übergross. Nur die Schattenwesen und „der Kleine“ sind nicht klar zu erkennen. Aber so ist es wohl auch in der Realität: die Herausforderungen und die verbindenden Elemente des Zusammenlebens sind nicht immer ersichtlich und müssen laufend neu entdeckt werden.

978-84-947040-5-5

Fr. 26.90

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Fell und Feder

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Lorenz Pauli
Kathrin Schärer

Die herrliche Geschichte über zwei ungleiche Freunde basiert auf der gleichnamigen Kinderoper von Lorenz Pauli (Libretto), Rodolphe Schacher und Charlotte Perrey (Musik), welche im Frühjahr 2018 vom Argovia Philharmonic Orchestra uraufgeführt wird.

Bereits vor der eigentlichen Geschichte beginnt die Erzählung und gewährt uns einen Blick hinter eine Theaterbühne. Hier stehen ein Hund und ein Huhn aufgeregt bereit und warten auf ihren grossen Auftritt. Und dann geht es los. Da ist ein Huhn auf der Suche nach Abenteuern und Schatzkisten und ein Hund, welcher sich sehnlichst einen Freund wünscht, der ihn versteht, ihm hilft und Geschichten erzählt.

Doch beide werden zuerst einmal enttäuscht und finden lediglich einander. Doch wie das Leben so spielt, erfüllen sich Träume oft ganz anders als erwartet. So wissen die beiden Protagonisten am Ende eines ganz sicher: „…einen Freund zu haben, der anders ist, ist das beste Abenteuer.“

Kathrin Schärer und Lorenz Pauli haben schon mehrere gemeinsame Bücher erfolgreich veröffentlicht und auch in Fell und Feder überzeugen sie auf ganzer Linie. Die ausdrucksstarken Bilder und der humorvolle Text ergänzen sich sehr gelungen. Dabei erinnert ein roter Vorhang oder Elemente des Bühnenbildes immer wieder an den Ursprung der Geschichte und die Rahmenhandlung, welche durch den Prolog aufgezeigt wurde. Damit ist es eine unterschwellige Aufforderung an die Kinder, selbst Theater zu spielen. Und natürlich auch, sich auf die Freunde einzulassen, welche das Schicksal bringt.

978-3-7152-0737-7

Fr. 24.90

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Der Junge und der Fisch

9783314104169xl

Max Velthuijs

Dieses Buch erzählte uns die Lehrerin am ersten Schultag. Ich hatte es lange vergessen. Doch als ich die Neuauflage des NordSüd-Verlages in den Händen hielt, begann ich mich zu erinnern.

Der kleine Junge fängt sich einen Fisch und bringt diesen nach Hause in die Badewanne. Doch was er auch tut, der Fisch wird nicht glücklich. Weder Blumen, Geschichten noch Medizin vermögen den Fisch ganz gesund zu machen. Erst dank einem Traum erkennt er, wie sehr er sich nach seinem See und der Freiheit sehnt. Der Junge stellt seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse für das Glück seines Freundes zurück und bringt ihn zurück an den See. Und als der Junge sah, wie vergnügt der Fisch war, da war auch er glücklich.

Die Geschichte ist ein wahres Lehrstück über Freundschaft und Miteinander. Obwohl die Geschichte 1969 erstmals erschienen ist, hat sie nichts von ihrer Aktualität verloren. Weder Text noch Bilder wirken verstaubt oder überholt. Sie sprechen noch heute Kinder wie Erwachsene an, mit ihren klaren, satten Farben und unverschnörkelten Darstellungen.

978-3-314-10416-9

Fr. 20.90

Ich bin der kleine MUTIGER

ich-bin-der-kleine-mutigervon Jakobs, Günther

Aus dem kleinen Jungen wird über Nacht ein mutiger Tiger, ein MuTiger, wie er sich selbst nennt. Er brüllt – und schon bekommt er Frühstück, den besten Platz im Bus, Bonbons von der Lehrerin. Er macht Kunststücke auf dem Pausenplatz und erschreckt Spaziergänger. Als er sich am Abend ins Bett kuschelt, nimmt er sich fest vor, am nächsten Morgen als Elefant aufzuwachen. Was er da wohl erleben wird? In einfachen Sätzen und Bildern erzählt dieses Buch davon, wie vieles sich im Leben ändern könnte, wenn man nur mal für einen Tag jemand anderer wäre. Kinder schlüpfen bekanntlich gerne in die Rolle von starken, gefährlichen Tieren. Dieses Buch animiert sie, diese so wichtigen Rollenspiele auszuleben, und bietet den Eltern gleichzeitig eine gute Möglichkeit, diese auch zu thematisieren.

978-3-551-51888-0

Fr. 19.50

Weil du mir so fehlst : Dein Buch fürs Abschied nehmen, vermissen und erinnern

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von Klammt, Andreas

Ayse Bosse ist Trauerbegleiterin. In ihrem Buch verbindet sie die Geschichte eines kleinen Bären, der jemanden durch Tod verloren hat, mit Informationen für trauernde Kinder und deren Angehörige und bietet Raum, damit die Kinder auf ganz verschiedene Art ihre Emotionen ausdrücken und zu Papier bringen können. Es gibt Platz für Fragen an den Verstorbenen, für Fotos, für Zeichnungen. Die Autorin trägt auch Anregungen zusammen, wie Kinder ihre Erinnerungen festhalten und wie sie damit umgehen können. Die Ideen sind so vielseitig, dass das Buch auf mich leider sehr unstrukturiert wirkt. Vieles empfinde ich oberflächlich oder überspitzt formuliert, z.B. die Aussage „Tod ist doof“, welche immer wieder zu lesen ist. Ich kann das Buch höchstens als Ergänzung zu anderen Fach- und Bilderbüchern zum Thema Tod empfehlen.

978-3-551-51876-7

Fr. 21.90

Wer will den blauen Raben haben?

produkt-7415von Holland, Carola

Der blaue Rabe wird im Regenwald gross. Als eines Tages sein Wohnbaum einem Brand zum Opfer fällt, muss er übers Meer fliehen. Dabei lernt er einen neuen Freund kennen, erfährt jedoch auch Ablehnung und Misstrauen, weil er anders aussieht und anderes Fressen liebt. Am Ende findet er Anschluss bei den Nebelkrähen. Sie achten nicht auf die Federfarbe, sondern auf die Fähigkeit des Blauraben, so toll Geschichten erzählen zu können. Die farbenfrohen Bilder sind schlicht und trotzdem sehr ausdrucksstark. Sie sind auch für junge BetrachterInnen leicht zu erfassen. Der Text ist einfach und klar gegliedert, was die Geschichte auch zu einem geeigneten Buch für LeseanfängerInnen macht. Ohne den Mahnfinger zu erheben, erinnert uns dieses Bilderbuch daran, dass die inneren Werte am Ende entscheidend sind.

978-3-522-45831-3

Fr. 18.90

Hut auf, Party ab!

Bilderbuch von Hindley, Kate

Der Ich-Erzähler bekommt eine Einladung. Einzige Bedingung, um eingelassen zu werden, ist, einen Hut zu tragen. Doch die Suche nach einem Hut gestaltet sich schwierig. Am Ende kommt ein Affe mit Hut mit zur Party. Doch Affen werden nicht eingelassen, wenn sie kein Monokel tragen. Das Problem ist schnell gelöst, indem man einen Dachs holt und dessen Monokel ausleiht. Doch Dachse dürfen nur hinein, wenn sie Klavier spielen können. So geht die Geschichte immer weiter, bis sie am Ende eine völlig unerwartete Wendung nimmt. Die Zeichnungen sind sehr lustig und ergänzen den in unterschiedlichen Schriftarten gestalteten Text wunderbar. Bereits eine einzelne Doppelseite birgt sehr viel Gesprächsstoff und beflügelt die Fantasie.

978-3-8369-5921-6

Fr. 18.–