Gummi-Tarzan

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Ole Lund Kirkegaard

Iwan Olsen ist ein Junge wie wir ihn alle kennen. Nicht so gross, eher kurz und er hat keine Muskeln. Darum wird er immer mal wieder Opfer der grossen Jungs in seiner Schule. Niemand beschützt ihn oder stellt sich auf seine Seite. Noch nicht einmal sein Vater. Dieser beschimpft ihn und fordert ihn auf, sich endlich wie ein richtiger Tarzan gegen seine Widersacher zur Wehr zu setzen. Iwan, von allen nur noch Gummi-Tarzan genannt, fühlt sich immer kleiner und kleiner. Bis er eines Tages am Fluss eine Hexe trifft, welche ihm einen Wunsch erfüllt. Was dann kommt, bringt gross und klein zum Lachen.

Ich habe alle erschienenen Bücher meinen eigenen Kindern vorgelesen. Es hat uns allen unglaublich Spass gemacht und die Figuren kamen auch in unserem Familienalltag immer wieder zur Sprache. Der Text ist so geschrieben, dass man ihn leicht ins Schweizerdeutsch übersetzen kann. Die Bilder sind grossartig. Meist gibt es in jedem Kapitel ein farbiges Bild und dieses unterstützt das Verständnis der Geschichten und nährt die Phantasie der Zuhörer.

Gummi-Tarzan hat mir als Lehrperson besonders gefallen, weil es in jeder Klasse oder Kindergruppe einen Jungen gibt, der in diese Rolle gedrängt wird. Iwan Olson kann hier ein kleiner Hoffnungsschimmer sein oder den Kampfgeist wecken, sich selbst auf eine gute Art und Weise gegen die grossen Jungs zur Wehr zu setzen.

978-3-96177-010-6

Fr. 14.90

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Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur

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Antje Damm

In der Einleitung beschreibt die Autorin, wie ihr Vater sie in ihrer Kindheit mit in den Wald genommen hat und ihr die Namen von Tieren, Pflanzen und Pilzen beigebracht hat. Er meinte, man könne etwas besser schätzen, wenn man es benennen kann. Im Anschluss hat sie auf vielen Doppelseiten Fragen gesammelt und mit Hilfe von ausdrucksstarken Bildern verdeutlicht.

Wie schon ihr Buch „Frag mich“ regt auch dieses zum Dialog an. Zwischen Kindern, Kindern und Erwachsenen und auch Erwachsene unter sich. Kaum eine Frage kann einfach beantwortet werden. Sie sind komplex und vielschichtig.

Ich habe das Buch als Ergänzung zu „Frag mich“ für das Morgenritual in der Klasse genutzt. Das Tageskind darf sich eine Seite auswählen, die Frage vorlesen und wer mag, der darf zur Frage Stellung beziehen. Die Gespräche, welche aus diesem einfach Ritual entstanden, waren sehr spannend und eröffneten immer wieder neue Perspektiven, auch für Erwachsene. „Was wird aus uns“ bietet somit auch eine Möglichkeit den Kindern Raum zu geben, sich und ihre Gedanken zu äussern und sich ernst genommen zu fühlen. Denn auf die Fragen gibt es keine richtigen und falschen Antworten.

Ein wirklich unvergleichliches Buch für alle Altersklassen!

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978-3-89565-356-8

Fr. 27.90

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Ein Löwe in der Bibliothek!

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Michelle Knudsen
Kevin Hawkes

Eines Tages kam ein Löwe in die Bibliothek. Er verbrachte den ganzen Nachmittag da. Besonders gut gefiel ihm die Erzählstunde. Und da es keine Regeln über Löwen in der Bibliothek gab, durfte er bleiben. Er kam jeden Tag und half der Direktorin Frau Pepper. Alle mochten den Löwen und er wurde ein ganz wichtiger Teil der Bibliothek. Bis zu dem traurigen Tag, als der Löwe sich nicht an die Regeln hielt und laut brüllte um Frau Pepper zu retten.

Diese Geschichte ist ein toller Einstieg für den ersten Besuch in der Bibliothek. Es vermittelt, dass es in der Bibliothek Regeln gibt und dass sie wichtig sind für das gute Zusammenleben. Aber es zeigt auch auf, dass es überall Platz gibt für Menschen und Tiere, die anders sind. Auch was anfangs fremd ist, kann zu einem wichtigen Bestandteil des (Bibliothek-)Lebens werden.

Der Text in diesem Buch ist für ein Bilderbuch recht umfangreich. Dank der klaren Sätze, der grossen Schrift und dem leicht vergrösserten Zeichenabstand können aber auch starke Leseanfänger die Geschichte selbst lesen. Die Bilder mögen auf den ersten Blick etwas ungewohnt erscheinen- man denkt sofort an Englische und Amerikanische Kinderliteratur, was ja auch stimmt. Doch sie sind sehr ausdrucksstark und es macht Spass sie genau zu betrachten, die Gesichter zu deuten und Kleinigkeiten zu suchen.

Ein tolles Buch, welches in jede Bibliothek gehört.

978-3-280-03542-9

Fr. 28.90

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Ein kleiner Frosch macht Ärger

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Jakob Martin Strid

In einer schönen Sommernacht fiel ein Meteorit vom Himmel. Mit ihm krachte ein kleiner Frosch ins Wohnzimmer der Familie Frosch. Sie kümmerten sich liebevoll um ihn. Aber der kleine Frosch konnte manchmal sehr unartig sein. Er ärgerte seine Geschwister, bemalte den Vater, zerstörte das Telefon. Als die Eltern nicht mehr weiter wussten, brachten sie ihren kleinen Frosch zum Schulpsychologen. Doch selbst da ging der Ärger weiter. Die Eltern schimpfen und der kleine Frosch zieht in die Welt- denn wer möchte schon die ganze Zeit über ausgeschimpft werden. Am Ende findet der kleine Frosch nach Hause und der Epilog beweist, dass auch unartige Frösche berühmt werden können.

Schon beinahe gesellschaftskritisch hinterfragt Jakob Martin Strid unseren Umgang mit den sogenannt „schwierigen Kindern“- ohne dabei jedoch Schuldzuweisungen zu machen. Er zeigt schlicht einen anderen, sehr distanzierten Blickwinkel auf die Problematik. Die comic-hafte Umsetzung der Geschichte bringt den Betrachter immer wieder zum Schmunzeln und so mancher wird sich hin und wieder auch selbst im Buch entdecken.

Blick ins Buch… 

978-3-414-82473-8

Fr. 23.90

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Zwei für mich, einer für dich

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Jörg Mühle

Teilen ist nicht einfach und will gelernt sein. Bär und Wiesel zeigen, dass man auch nach einmal teilen noch kein Profi ist und jede Situation aufs neue eine Herausforderung sein kann. Der Bär findet drei Pilze und bringt diese nach Hause. Das Wiesel bereitet sie zu und gemeinsam wollen die Freunde essen. Doch wer bekommt nun wie viele Pilze und wieso? Die Diskussion beginnt. Bär und Wiesel argumentieren nach allen Regeln der Kunst. Am Ende verlieren sie beide oder nicht? Und wie sollen nun die drei Walderdbeeren geteilt werden?

Was Jörg Mühle hier zu Papier gebracht hat, bringt jeden zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Die Geschichte ist so treffend gezeichnet und der Text könnte ein direkter Mitschnitt sein aus der letzten Pause, dem Mittagessen oder vom Kindergeburtstag. Es ist nicht zu übersehen und zu überlesen, dass der Autor und Illustrator selbst eine  Tochter hat und weiss, wie solche Situationen sich entwickeln. Mit klaren Farbstiftstrichen fängt er die Mimik und Gestik der Kontrahenten ein und ergänzt sie mit wenigen Möbeln und Accessoires: ein berühmter Kinderstuhl, eine karierte Tischdecke, ein Bild, ein Schirm. Zusammen mit den Baumstämmen und dem Laub am Boden entsteht das perfekte Bühnenbild.

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978-3-89565-357-5

Fr. 18.90

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Fell und Feder

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Lorenz Pauli
Kathrin Schärer

Die herrliche Geschichte über zwei ungleiche Freunde basiert auf der gleichnamigen Kinderoper von Lorenz Pauli (Libretto), Rodolphe Schacher und Charlotte Perrey (Musik), welche im Frühjahr 2018 vom Argovia Philharmonic Orchestra uraufgeführt wird.

Bereits vor der eigentlichen Geschichte beginnt die Erzählung und gewährt uns einen Blick hinter eine Theaterbühne. Hier stehen ein Hund und ein Huhn aufgeregt bereit und warten auf ihren grossen Auftritt. Und dann geht es los. Da ist ein Huhn auf der Suche nach Abenteuern und Schatzkisten und ein Hund, welcher sich sehnlichst einen Freund wünscht, der ihn versteht, ihm hilft und Geschichten erzählt.

Doch beide werden zuerst einmal enttäuscht und finden lediglich einander. Doch wie das Leben so spielt, erfüllen sich Träume oft ganz anders als erwartet. So wissen die beiden Protagonisten am Ende eines ganz sicher: „…einen Freund zu haben, der anders ist, ist das beste Abenteuer.“

Kathrin Schärer und Lorenz Pauli haben schon mehrere gemeinsame Bücher erfolgreich veröffentlicht und auch in Fell und Feder überzeugen sie auf ganzer Linie. Die ausdrucksstarken Bilder und der humorvolle Text ergänzen sich sehr gelungen. Dabei erinnert ein roter Vorhang oder Elemente des Bühnenbildes immer wieder an den Ursprung der Geschichte und die Rahmenhandlung, welche durch den Prolog aufgezeigt wurde. Damit ist es eine unterschwellige Aufforderung an die Kinder, selbst Theater zu spielen. Und natürlich auch, sich auf die Freunde einzulassen, welche das Schicksal bringt.

978-3-7152-0737-7

Fr. 24.90

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Der Junge und der Fisch

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Max Velthuijs

Dieses Buch erzählte uns die Lehrerin am ersten Schultag. Ich hatte es lange vergessen. Doch als ich die Neuauflage des NordSüd-Verlages in den Händen hielt, begann ich mich zu erinnern.

Der kleine Junge fängt sich einen Fisch und bringt diesen nach Hause in die Badewanne. Doch was er auch tut, der Fisch wird nicht glücklich. Weder Blumen, Geschichten noch Medizin vermögen den Fisch ganz gesund zu machen. Erst dank einem Traum erkennt er, wie sehr er sich nach seinem See und der Freiheit sehnt. Der Junge stellt seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse für das Glück seines Freundes zurück und bringt ihn zurück an den See. Und als der Junge sah, wie vergnügt der Fisch war, da war auch er glücklich.

Die Geschichte ist ein wahres Lehrstück über Freundschaft und Miteinander. Obwohl die Geschichte 1969 erstmals erschienen ist, hat sie nichts von ihrer Aktualität verloren. Weder Text noch Bilder wirken verstaubt oder überholt. Sie sprechen noch heute Kinder wie Erwachsene an, mit ihren klaren, satten Farben und unverschnörkelten Darstellungen.

978-3-314-10416-9

Fr. 20.90

Malalas magischer Stift

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Malala Yousafzai
illustriert von Kerascoët

Malala Yousafzai ist bekannt als die jüngste Friedensnobelpreisträgerin und UNO-Friedensbotschafterin. Die Tochter eines Schuldirektors wuchs in Pakistan auf und begann als 11-jährige unter einem Pseudonym für BBC Urdu zu schreiben, als die Taliban den Mädchen in ihrer Region verboten, in die Schule zu gehen. Seither kämpft sie unermüdlich für das Recht auf Bildung für alle, besonders auch für Mädchen.

In Malalas magischer Stift erzählt sie ihre eigene Geschichte für Kinder. In einer einfachen aber eindrücklichen Sprache teilt sie ihre Gedanken mit dem Leser. Die Texte zeugen von Phantasie aber auch von starkem Willen und einer unbeugsamen Kraft. Sie berichtet vom Pakistan ihrer Kindheit und ihrem Einsatz für die Mädchenbildung, ohne einen Mahnfinger zu erheben oder Schuldige zu benennen. Und trotzdem weckt sie im Leser eine Verantwortung und auch Mut, sich für seine Rechte und die Rechte aller einzusetzen und zu kämpfen.

Das Künsterehepaar Sébastien Cosset und Marie Pommepuy hat unter dem Pseudonym Kerascoët die Bilder zum Malalas Geschichte gezeichnet. Mit klaren Linien und Farben, verdeutlichen sie die Erzählung ohne mit ihr zu konkurrenzieren.

978-3-314-10441-1

Fr. 21.90

Ich bin ein Kind und ich habe Rechte

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Serres, Alain
Fronty, Aurélia

In diesem Buch werden die wichtigsten der insgesamt 54 Kinderrechte vorgestellt. In einfachen Worten, begleitet von leicht nachvollziehbaren Beispielen und eindrücklichen Bildern, erfahren Kinder und Erwachsene, was allen Kindern dieser Welt zustehen würde. Jede einzelne Seite bietet Diskussionsstoff, sowohl für die Familie, als auch für Institutionen aller Art.

Serres und Fronty ist ein ganz besonderes Bilderbuch gelungen, welches lehrt ohne zu belehren, berührt ohne Mitleid zu erregen oder Schuld zuzuweisen.

978-3-314-10174-8

Fr. 22.90

Ich bin der kleine MUTIGER

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Aus dem kleinen Jungen wird über Nacht ein mutiger Tiger, ein MuTiger, wie er sich selbst nennt. Er brüllt – und schon bekommt er Frühstück, den besten Platz im Bus, Bonbons von der Lehrerin. Er macht Kunststücke auf dem Pausenplatz und erschreckt Spaziergänger. Als er sich am Abend ins Bett kuschelt, nimmt er sich fest vor, am nächsten Morgen als Elefant aufzuwachen. Was er da wohl erleben wird? In einfachen Sätzen und Bildern erzählt dieses Buch davon, wie vieles sich im Leben ändern könnte, wenn man nur mal für einen Tag jemand anderer wäre. Kinder schlüpfen bekanntlich gerne in die Rolle von starken, gefährlichen Tieren. Dieses Buch animiert sie, diese so wichtigen Rollenspiele auszuleben, und bietet den Eltern gleichzeitig eine gute Möglichkeit, diese auch zu thematisieren.

978-3-551-51888-0

Fr. 19.50